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“Loosst eis et ugoen!“
Et gëtt héich Zäit dass endlech di sozial Problemer ugaange ginn, esou d’Aktioun Erzéiung.

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Mittwoch, September 30, 2020

Gesellschaftliche Probleme erkannt, oder doch nur heiße Luft!?


Gesellschaftliche Probleme erkannt,

oder doch nur heiße Luft!?

Die von Staatminister Juncker erkannten gesellschaftlichen Probleme scheinen bereits wieder in Vergessenheit geraten zu sein

 

Trotz angekündigter Offensive kann von Aufbruchsstimmung keine Rede sein!

Vor rund einem halben Jahr, verkündete Premierminister Jean-Claude Juncker anlässlich der Rede zur Lage der Nation, eine „Offensive“ im Kampf gegen die gesellschaftlichen Probleme in unserem Land. Von einer Aufbruchsstimmung im sozialen Sektor kann jedoch aktuell keine Rede sein. Statt einer öffentlichen Debatte über Armut, soziale Ungerechtigkeiten, Bildungsnotstand oder Jugenddelinquenz musste die „Aktioun Erzéiung“ bedauerlicherweise feststellen, dass die in Junckers Rede angesprochenen Themen nicht einmal ansatzweise im Fokus der Öffentlichkeit standen. Weder Opposition, noch Gewerkschaften sowie andere Teilnehmer der Zivilgesellschaft reagierten auf die gesellschaftlichen Probleme, die der Premier vor Monaten beklagt hat.

 

Maison Relais, Foyers und andere Strukturen immer noch überfüllt oder mit langen Wartelisten!

Mit Bedauern stellen wir fest, dass die für die einzelnen Bereiche zuständigen Ministerien keine neuen Akzente setzen. Dies obwohl wir alle wissen, dass unsere gesellschaftlichen Probleme sich in der alltäglichen sozialen und erzieherischen Arbeit wiederspiegeln. Nach wie vor reichen unsere Strukturen nicht aus, um den bestehenden Problemen entgegenzuwirken. Der Personalmangel führt dazu, dass pädagogische Konzepte nicht umgesetzt werden können. Sowohl in vielen „Maisons Relais“, als auch an verschiedenen Schulen, werden zu viele Kinder auf engstem Raum betreut. Erzieherische Arbeit, mit den notwendigen Qualitätsstandards, ist hier einfach unmöglich. Zu wenig qualifiziertes Personal führt dazu, dass wichtige Elemente einer pädagogisch sinnvollen Erziehungsarbeit in diesen Strukturen nicht genügend zum Tragen kommen. Netzwerkarbeit, wie z.B. konzeptuelle Kooperation zwischen „Maison Relais“ und Grundschule, sowie Ganztagsstrukturen bleiben meist schon im Ansatz stecken.

Überfüllte Erziehungsanstalten führen zu Sisyphusarbeit der beteiligten Fachkräfte!

In Punkto Jugenddelinquenz kann ohne adäquate Mittel keine Präventivarbeit erfolgen. An den Schulen muss mehr Platz geschaffen werden, um diese Projekte begleitend zum Unterricht zu ermöglichen. Streetworker mit sozialpädagogischer Ausbildung in Brennpunkt-Vierteln müssten auch der Polizei zur Verfügung stehen, um somit neben repressiven Mitteln, auch präventive Mittel aktiv einsetzen zu können. Probleme werden nicht durch hoffnungslos überfüllte Jugenderziehungsanstalten gelöst, wie zum Beispiel Dreiborn und Schrassig. Die ungenügenden Fachkräfte leisten weiterhin Sisyphusarbeit in einem pädagogisch unwürdigen Umfeld. Die Verschärfung der Problematik ist demnach vorprogrammiert.

 

Immer mehr Eltern mit Erziehungsaufgaben überfordert und alleine gelassen!

Die zunehmende Verarmung derjenigen, die in unserer Gesellschaft an der untersten Stufe angesiedelt sind, ist oft ein Ergebnis von jahrzehntelangen Versäumnissen und von mangelnden Ressourcen in der Präventivarbeit. Deshalb muss der Hebel unten angesetzt werden und unsere Kinder und Jugendlichen brauchen die bestmögliche Unterstützung von Anfang an. Immer mehr Eltern sind mit ihren Erziehungsaufgaben überfordert und brauchen eine konkrete Hilfestellung. Die Schaffung bzw. Ausweitung von professionellen Anlaufstellen ist unumgänglich. Übrigens, inwieweit sind die Planungen einer „adäquaten Spezialschule nach ausländischen Modell“ bereits fortgeschritten?  

 

Problemanalyse und Gesamtkonzept bringen nachhaltige Problemlösung:

Nicht nur Regierung sondern auch Opposition sowie alle Beteiligten der Zivilgesellschaft, sind aufgerufen sich den Problemen endlich zu stellen. Ignoranz der gesellschaftlichen Probleme, nach bekannter Vogel-Strauß-Politik, wird uns als Gesellschaft ansonsten teuer zu stehen kommen.

Wenn es vielen Menschen in unserem Land anscheinend egal ist, unter welchen Umständen Bürger dieses Landes in prekären Situationen ihr Dasein fristen, sollte doch die Aussicht auf massive künftige finanzielle Einbußen, diese endlich wachrütteln. Dies scheint sowieso die einzige Sprache zu sein, die unser sogenannter „Wohlstandstaat“ versteht.

In Punkto Netzwerkarbeit, brauchen wir endlich ein Gesamtkonzept für sämtliche Bereiche der sozialen Arbeit in unsere Gesellschaft.

Herr Juncker hat das Problem erkannt. Jetzt muss endlich politische Verantwortung übernommen und gehandelt werden. Oder war es am Ende doch nur heiße Luft?

Die „Aktioun Erzéiung“ wird in den nächsten Monaten bei den zuständigen Regierungsmitgliedern intervenieren um konkret an dem geplanten Vorhaben der Regierung teilzuhaben.

Anstatt Sonntagsreden verlangen wir endlich Taten!

Kontakt:

Claire Wagner (FGFC)

Tel. 621 232 920

Marc Pletsch (APEG)

Tel.: 621 218 875

 

 

Mitgeteilt von der „Aktioun Erzéiung“ am 10. November 2011

www.erzeiung.lu
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Die Aktioun Erzéiung setzt sich aus folgenden Gründungsmitgliedern zusammen:

 

Berufsorganisationen

APEG (Association Professionnelle des Educateurs Gradués)

APEL (Association Professionnelle des Educateurs Luxembourgeois)

LBSA (Lëtzebuerger Beruffsverband fir sozial Aarbecht)

Gewerkschaften

CGFP/ALEE (Association Luxembourgeoise des Educateurs et Educatrices)

FGFC/APSES (Association des Professions Socio-Educatives et de la Santé)

LCGB – Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschaftsbond (section santé et sociale)



Kontakt

  • Aktioun Erzéiung
    66, rue Baudouin
    L-1218 Luxembourg
    info@erzeiung.lu